Do you want to make history?
Möchtest Du Geschichte schreiben?
Do you want to make history?
Möchtest Du Geschichte schreiben?
Ich gebe zu, was das Thema Schuhe betrifft, bin ich eine ziemlich a-typische Frau: In Schuhläden raste ich nicht aus oder veranstalte Freudentänze, weil ich Schuhe so liiiiiiiiiiiiiiiieeebe…. – nein, wenn dann bekomme ich höchstens Schreikrämpfe, weil ich total genervt bin!
Denn trotz Schuhgröße 39 (oder vielleicht gerade wegen Schuhgröße 39, die ja ungefähr jede zweite Frau hat…) empfinde ich den Schuhkauf als eine lästige Notwendigkeit und kaufe mir generell eher nur dann welche, wenn ich ein Paar brauche, und nicht, weil es mir so wahnsinnig viel Spass macht. 
Trotz dieser oben beschriebenen Abneigung sollen aber natürlich auch meine Schuhe dann gut aussehen, bequem und in meiner Größe vorhanden sein und selbstverständlich auch nicht astronomisch viel kosten. Die Tatsache, dass ich durch meine Ernährungsumstellung natürlich auch mit dem Thema Leder und der mitunter grausamen Lederproduktion konfrontiert worden bin und sowieso eher an nachhaltig produzierten Schuhen interessiert bin, kommt nun noch erschwerend hinzu und macht den Schuhkauf nicht unbedingt einfacher.
Um es vorweg zu nehmen: Ich trage weiterhin noch Lederschuhe, was zum Einen daran liegt, dass das meist Schuhe sind, die ich schon länger besitze, und die ich „auftragen“ möchte, weil ich es unsinnig fände, diese jetzt wegzuschmeißen. Zum Anderen liegt das aber auch daran, dass ich noch nicht so viele gute vegane Schuhalternativen gefunden habe, vor allem was schöne geschlossene Schuhe, wie z.B. Winterstiefel und Schuhe für festlichere Anlässe betrifft, die nicht unbedingt wie Biolatschen aussehen sollen.
Dem nahenden Sommer sehe ich jetzt allerdings, zumindest was das Freizeit-Schuhwerk betrifft, ziemlich gelassen entegen. Dank vieler Tipps auf anderen Blogs und ein klein bisschen Eigenrecherche im Internet habe ich ganz tolle, außergewöhnliche Schuhe entdeckt, die nicht nur gut aussehen, sondern auch nahchaltig und umweltschonend hergestellt werden und aus nicht-tierischen Materialien sind. Diese möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten:

Dennoch habe ich mich mit dem Kauf von Sneakern in den letzten Jahren zunehmend schwer getan: Zum Einen, weil ich den Preis von 100 Euro und mehr für die teilweise schlechte Verarbeitung und minderwertige Qualität völlig überhöht fand. Zum Anderen, weil in den Medien verstärkt darüber berichtet wurde, unter welch menschenunwürdigen Bedingungen die Arbeiter, teils Kinder, diese Markenschuhe für einen Hungerlohn herstellen müssen.
New Balance ist einer der wenigen Markenhersteller von Sportschuhen, der sich auch trotz hoher und weiterhin steigender Absatzzahlen bewusst gegen die Produktion seiner Schuhe in Billiglohnländern entschieden hat und seine Produkte weiterhin in England und den USA produziert.
Mit dem Schuh „newSKY“ hat der Schuhersteller nun ein Modell entwickelt, das zudem besonders umweltfreundlich ist, weil 95 % des für die Schuhe vewendeten Obermaterials aus recycelten PET-Flaschen besteht. Aber seht selbst:
Ich bin sehr begeistert von dem ganzen Konzept und natürlich dem Schuh, den ich im Übrigen auch richtig schön und vor allem originell finde. Übrigens gibt es in dieser Reihe verschiedene Modelle für Frauen und Männer, die sich in Farbe und Form unterscheiden.
Einziger Wermutstropfen ist allerdings momentan, dass es den newSKY noch nicht in Deutschland zu kaufen gibt, so dass bis jetzt nur die Möglichkeit bleibt, den Schuh hier übers Internet zu bestellen oder direkt aus den USA mitzubringen.
Denn dieser Flip-Flop ist so saubequem, dass man ihn am liebsten den ganzen Tag an den Füßen hätte, was wohl an der ergonomisch geformten Fußsohle und den Reflexzonen-Massagenoppen liegt. Hinzu kommt, dass die Okabashi-Sandalen mit ca. 30 Euro bezahlbar sind und ausgesprochen umweltfreundlich hergestellt werden. Möglich wurde dies durch die Entwicklung des recycelbaren Schuhmaterials Microplast™, das sicherstellt, dass die Okabashis abfallfrei und unter Verzicht von klimaschädlichem Chlorgas hergestellt werden können.
Es gibt übrigens sowohl Sandalen für Frauen als auch für Männer, die alle in verschiedenen Modellen und Farben erhältlich sind. Übrigens ist mein Freund, dem ich ein paar klassische dunkelbraune Okabashis zum Geburtstag geschenkt habe, auch restlos begeistert von den Schuhen, vor allem auch von der Tatsache, dass man sie in der Waschmaschine waschen kann! Aber überzeugt Euch einfach selbst unter www.okabashi.de!

Nach einer längeren Pause, in der man erstmal nichts mehr von den Schuhen gesehen und gehört hat, bringt jetzt die kleine, exklusive Marke “Espadrij L´Originale” den Originalschuh zurück, der auch weiterhin in den ursprünglichen Produktionsstätten in Frankreich hergestellt wird. Dort werden die Espadrijs weiterhin auf traditionelle Art und Weise von Hand gefertigt, was nicht nur den Einsatz von natürlichem Material sondern auch eine hochwertige Qualität garantiert.

Den Schuh gibt es sowohl für Frauen als auch für Männer und die Anzahl der Modelle und Farben ist unendlich groß. Aber schaut doch am besten selbst hier: http://www.espadrij.com/
Abschliessend bleibt zu sagen, dass es zumindest für den Sommer kein Problem sein muß, vegane, nachhaltige Schuhe zu finden, die gut aussehen und bequem und bezahlbar sind. Es lohnt sich in jedem Falle, ein wenig im Internet zu stöbern, weil die Auswahl stetig wächst und natürlich nur weiter wachsen kann, wenn mehr und mehr Leute auch beim Schuhkauf auf Nachhaltigkeit und den Einsatz von nicht-tierischem Material achten.
Nachdem ich nun in meinem vorletzten Beitrag auf die vielen Nachteile des Konsums von Milch und Milchprodukten hingewiesen habe, möchte ich nun ein paar Alternativen vorstellen, die mir die Umstellung auf rein pflanzliche Produkte sehr einfach gemacht haben.
Milch
Obwohl ich, wie bereits erwähnt, die totale „Hardcore-Milchtrinkerin“ war, kann ich guten Gewissens sagen, dass mir der „Entzug“ überhaupt nicht schwer fiel. Ein Hauptgrund dafür war sicherlich, dass ich direkt zu Anfang meiner Umstellung die pflanzliche Milch Smelk von Kölln entdeckt habe.
Smelk ist eine Milch auf Haferbasis, die vollständig frei von Milch- und Sojabestandteilen ist und durch den hafertypischen Geschmack leicht süßlich schmeckt. Durch die nicht vorhandenen Milchbestandteile ist die Hafermilch völlig frei von Cholesterin. 
Man kann Smelk genau wie Milch nicht nur pur trinken oder zum Müsli essen, sondern auch super damit kochen und backen. So habe ich schon Pudding, „Milch“-Reis, „Milch“-Shakes und Pfannkuchen damit gemacht. Smelk eignet sich auch für den klassischen „Milch“Kaffee, sollte dann aber vorher ein klein wenig erwärmt werden, damit sie nicht ausflockt. Pur getrunken oder zum Müsli schmeckt Smelk übrigens am besten schön kalt. Neben der Klassik-Sorte gibt es die Hafermilch übrigens auch noch in den Sorten Vanille und Schoko.
Bei all der Lobhudelei für Smelk gibt es leider einen kleinen Wermutstropfen: den Preis. Dieser schlägt mit 1,79-1,99 Euro pro Liter ganz schön zu Buche. Dabei wissen die wenigsten, dass einer der Hauptgründe dafür u.a. die erhöhte Mehrwertsteuer ist. Da Hafermilch, Sojamilch oder andere Milchalternativen keine Milch im Sinne des Steuerrechts sind, wird dafür tatsächlich eine Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent angesetzt. Und nur für Kuhmilch gibt es 7 Prozent.
Vor allem vor den in meinem letzten Post geschilderten Hintergründen bzgl. der gesundheitlichen Nachteile von Kuhmilch für den Menschen und der immensen Qualen für die Tiere ist diese steuerliche Bevorzugung ein skandalöser Irrsinn. Die Vegane Gesellschaft Deutschland hat daher im letzten Jahr die Bundesregierung im Rahmen einer Petition dazu aufgefordert, den Steuersatz für die immer beliebter werdenden, zumeist auf Soja-, Hafer- oder Reisbasis erzeugten pflanzlichen Milchprodukte nach unten zu korrigieren – leider jedoch bis jetzt mit keinem nennenswerten Ergebnis.
Auch wenn ich solche Aktionen gut finde und gerne unterstütze, muss man sich man sich im Klaren darüber sein, dass man gerade als Verbraucher die Macht hat, durch den gezielten Kauf von pflanzlichen Milchprodukten deren Nachfrage zu erhöhen und somit auf längere Sicht auch das Angebot zu vergrößern, damit eines Tages der Preis sinken kann.
Neben der Hafermilch gibt es übrigens noch ganz viele pflanzliche Milchsorten, wie Soja-, Reis und Mandelmilch, die oft auch sehr einfach selbst herzustellen sind.
Butter
Beim Thema Butter wollte ich mir ganz zu Anfang meiner Ernährungsumstellung die Sache ganz einfach machen und auf Margarine umstellen – in dem Irrglauben, dass diese aus rein pflanzlichen Zutaten besteht und die gesündere Alternative sei. Doch wenn man sich die Zutatenliste der meisten konventionellen Margarinen einmal genauer anschaut, muss man leider feststellen, dass in den meisten auch „Molkereierzeugnisse” enthalten sind – Restprodukte aus der Milch- und Käseherstellung. Rein pflanzlich ist somit die klassische Margarine in den meisten Fällen nicht mehr.
Gott sei Dank gibt es aber inzwischen viele gute Alternativen, die man einfach nur kennen muss. Meine bevorzugte „Ersatz-Butter“ ist bis jetzt Alsan. Obwohl sie genauso verpackt ist wie Butter auf Kuhmilchbasis, ist es laut Hersteller eine „feine Pflanzenmargarine aus Schleswig-Holstein“. Es gibt sie in normaler und in Bio-Qualität sowie als Halbfettversion.
Richtig erstaunt war ich, als ich gesehen habe, dass Alsan nicht nur in Bio- sondern auch in verschiedenen konventionellen Supermärkten erhältlich und auch richtig günstig ist. Man kann mit Alsan eigentlich auch alles machen, was man mit Butter auf Kuhmilchbasis auch machen würde: braten, kochen, backen oder einfach nur aufs Brötchen schmieren. Hier gilt jedoch auch, dass man trotz der Tatasache, dass diese Butter von Natur aus cholesterinfrei ist, nicht damit übertreiben sollte!
Eis
Bei Eis dachte ich lange Zeit, dass es wohl nie eine Alternative geben wird, die an cremiges Milch(sahne)-Eis rankommen könnte. Auch wenn ich im Notfall auch darauf hätte verzichten können, ein wenig gefehlt hätte es mir an dem ein oder anderen warmen Sommertag oder zu besonderen Anlässen als Nachtisch dann doch.
Aber auch hierfür gibt es inzwischen super Alternativen! Neben vielen verschiedenen Sojaeissorten, die es bereits gibt und die im Geschmack und der Konsistenz nicht zu verachten sind, hat mich das pflanzliche Eis Lupinesse einfach umgehauen. Und jeder „Normalesser“, dem ich das Eis bis jetzt zum Probieren gegeben habe, konnte auch keinen Unterschied zum altbekannten Milchsahneeis feststellen. 
Lupinesse ist ein rein pflanzliches Speiseeis auf Basis von Lupinen, genauergesagt der Blauen Süßlupine. Die Blaue Süßlupine ist eine einheimische Hülsenfrucht, die bevorzugt in Norddeutschland wächst. Da sie in etwa 40% Protein enthält, ist sie eine der eiweißhaltigsten Nutzpflanzen weltweit. Nicht nur weil zu den gentechnikfreien Nutzpflanzen zählt, sondern auch weil ihr Geschmack eher von den Verbrauchern akzeptiert wird, ist die Blaue Süßlupine klar im Vorteil gegenüber der ebenfalls sehr eiweißreichen Sojapflanze.
Der Hersteller Prolupin, der ein Ableger des Fraunhofer-Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung in Freising ist, hat sich diese Vorteile zu Nutze gemacht. Das Unternehmen ist inzwischen weltweit führend in der Technik zur Fraktionierung von Lupinen und deren Anwendung in Lebensmitteln, die sehr vielfältig ist. Schon bald könnte die Lupine der Fleischersatz der Zukunft sein.
Doch nun aber noch einmal zurück zum Eis: Lupinesse gibt es momentan in vier verschiedenen Sorten, nämlich “Choko-Flakes”, “Strawberry Mousse”, “Vanilla Cherry” und “Walnut Dream”, und man findet es in den meisten Edeka- und Marktkauf-Filialen. Ich kann es jedem nur empfehlen, es einmal auszuprobieren – ich garantiere Euch, dass Ihr keinen Unterschied zu Milchspeiseeis schmecken werdet!
Ob nun pflanzliches Eis, pflanzliche Butter oder pflanzliche Milch: Wie bei allem Neuem gilt auch hier, ausprobieren, ausprobieren und nochmal ausprobieren! Und dann werdet auch Ihr Eure pflanzlichen Favoriten finden!
Im Namen des Konsums…
“Milch macht müde Männer munter“, „Die Milch macht´s“ oder im englischsprachigen Raum „Got Milk?“ inklusive Milchbart auf dem Plakat - was haben wir nicht alles schon gehört und gesehen an tollen Werbesprüchen für Milch.
Ich gebe zu, dass ich vor ein paar Jahren noch die letzte Person gewesen wäre, die das in Frage gestellt hätte. Mit fünf milchtrinkenden Personen im Haushalt kaufte meine Mutter zum Wochenende teilweise bis zu 10 (in Worten, ZEHN!) Liter Milch ein, die dann sonntags abends auch zum größten Teil weg waren. Aber es gab ja auch so viele gute Sachen, die man mit und aus Milch machen konnte: Milchreis, Kakao, Müsli, Pudding, Waffeln, Kuchen etc. etc. Ich gehörte sogar zu den Menschen, die auch einfach so mal ein kaltes Glas Milch getrunken haben – heute wäre das unvorstellbar für mich. 
Denn wenn es ein Lebensmittel gibt, was in seiner Wirkung völlig überschätzt wird, oder schlimmer noch, in seinen negativen Wirkungen total unterschätzt, ist das Milch. Es würde den Rahmen sprengen, hier alle Studien aufzuführen, die das untermauern. Aber allein schon durch die stetig steigende Anzahl von Menschen mit Laktoseintoleranz scheint sich langsam auch in unseren westlichen Breitengraden rumzusprechen, dass Milch doch nicht so gut sein kann, wie immer angenommen.Tatsächlich ist es ein Trugschluss, zu glauben, dass wir Milch trinken müssen, damit wir unseren Calcium-Haushalt decken können. Denn genau das Gegenteil ist das Fall: der Milchverzehr führt dazu, dass Milch den Knochen eher Mineralstoffe entzieht, anstatt sie ihnen zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus ist Milch auch schlecht für die Haut und wurde in mehreren Studien mit der Entstehung von Akne in Verbindung gebracht.
Auch ist inzwischen bekannt, dass auch Menschen mit anderen Gesundheitsproblemen eine deutliche Besserung erlebt haben, nachdem sie einfach nur Milch- und Milchprodukte vermieden haben. Verdauungsprobleme, Reizdarmsyndrom, Allergien, Hautausschlag, Neurodermitis oder Infektionen der Nasennebenhöhlen und der Ohren können oft durch eine Einschränkung des Milchkonsums fühlbar gebessert und teilweise sogar vollständig eliminiert werden.
Warum versuchen wir zwanghaft daran festzuhalten, dass Milch gut für uns ist? Wir vertragen Milch einfach nicht. Fast 75% der Weltbevölkerung leiden an einer Laktoseintoleranz, was bedeutet, dass sie nicht in der Lage sind, Milchprodukte richtig zu verdauen. Eine Laktoseintoleranz bringt folglich unangenehme Symptome wie Blähungen, Bauchkrämpfe, Durchfall oder Kopfschmerzen mit sich. Grund dafür ist, dass den meisten Menschen das Verdauungsenzym Laktase, das zur Verdauung von Milchzucker (Laktose) notwendig ist, fehlt. Fehlt dieses Enzym, kann unser Körper Laktose nicht verdauen und diese gelangt in unseren Dickdarm, wo sie von den Darmbakterien zu Stoffen umgewandelt wird, die zu den genannten Symptomen führen. Die meisten Menschen hören mit der Produktion des Laktasenzyms im Alter von 5 Jahren auf, da der Körper dann keine (Mutter-)Milch mehr braucht.
Eine schwerwiegendere Folge des Kuhmilchkonsums ist, dass Milch offenbar auch das Krebsrisiko erhöhen kann. Verschiedene wissenschaftliche Forschungen, u.a. auch die bereits von mir erwähnte China Study haben einen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Milchprodukten und dem Risiko an Brustkrebs und Prostatatkrebs zu erkranken aufgezeigt. Die natürliche Funktion von Milch ist es, das Wachstum eines neugeborenen Kalbes zu unterstützen. Daher enthält Milch natürlich auch verschiedene Wachstumsfaktoren. Es wäre nicht abwegig, wenn gerade diese Wachstumsfaktoren einen ungewollten Effekt auf das Zellwachstum haben und somit Krebs verursachen können.
Ich könnte an dieser Stelle noch mehr Studien und deren Ergebnisse auflisten, aber das würde den Rahmen sprengen. An dieser Stelle seien erstmal nur zwei Bücher erwähnt, die näher auf das Thema eingehen:
Neben den oben erwähnten gesundheitlichen Folgen, die der Konsum von Milch und Milchprodukten haben kann, hat mich noch viel mehr erschreckt, wie wenig ich über die wahren Hintergründe der Milchproduktion und die Zustände in der modernen Milchwirtschaft wusste.
So war mir bis vor einigen Jahren nicht bewusst, dass Kühe nicht ständig Milch geben, sondern – wie alle anderen Säugetiere auch – Milch nur in einem begrenzten Zeitraum nach der Geburt eines Kälbchens produzieren. Denn wie beim Menschen dient ihre Milch eigentlich dazu, ihren Nachwuchs zu ernähren. Seltsamerweise haben wir jedoch diese artfremde „Säuglingsnahrung“ zweckentfremdet, nur um uns eine Extraportion tierisches Eiweiß zu verschaffen. So wusste ich auch nicht, dass heute in modernen Milchbetrieben die Kälber ihren Müttern bereits einen Tag nach der Geburt entrissen werden. Und diese Trennung zwischen Mutter und Jungtier ist – wie für alle anderen Säugetiere auch – sehr schmerzhaft. Das Muttertier trauert mehrere Tage lang um ihr Kälbchen und zeigt in dieser Zeit ihren Trennungsschmerz durch ständiges Rufen und Brüllen. Und so entsteht ein andauernder Zyklus aus künstlicher Besamung, Schwangerschaft, Geburt des Nachwuchses und erneuter Besamung, der meist drei bis vier Jahre fortgesetzt wird:
Weibliche Kühe werden kurz nach Vollendung ihres ersten Lebensjahrs künstlich befruchtet. Nach der Geburt des Kalbes geben sie zehn Monate lang Milch. Anschließend werden sie erneut befruchtet, und der ganze der Prozess beginnt wieder von vorne, so dass die Kuh bis an ihr Lebensende in einer Art „Milchproduktions-Zyklus“ tritt. Dabei verbringen manche Kühe ihr ganzes Leben auf Betonböden. Andere werden auf riesigen, überfüllten Weiden gehalten, wo sie gezwungen sind, inmitten ihrer eigenen Exkremente zu leben. Normalerweise beträgt die natürliche Lebenserwartung einer Kuh etwa 20 Jahre, während der sie acht oder neun Jahre lang Milch produzieren könnte. Der Stress, dem die Tiere durch die Bedingungen in der Intensivhaltung ausgesetzt sind, führt jedoch zu Krankheiten, Lahmheit und einem Absinken ihrer Fruchtbarkeit, so dass die Kühe bereits im Alter von vier oder fünf Jahren für die Milchwirtschaft wertlos sind und zum Schlachthaus geschickt werden. Unter natürlichen Umständen würden die Tiere nur so viel Milch produzieren, wie sie zur Ernährung ihrer Kälber benötigen (etwa 8 Liter pro Tag). Doch durch genetische Veränderung und die Verabreichung von Antibiotika und Hormonen wird jede einzelne Kuh gezwungen, jährlich mehr als 10.000 Liter Milch (d.h. durchschnittlich 27 Liter pro Tag) zu geben.
Eine weit verbreitete Krankheit bei Kühen, die für die Milchproduktion gezüchtet werden, ist die schmerzhafte Euterentzündung, auch Mastitis genannt. Etwa 1/3 aller Intensivhaltungs-Kühe leiden trotz der immensen Medikamentengabe an dieser bakteriellen Entzündung, die für die Kühe äußerst schmerzhaft ist. Mastitis entsteht bei den ohnehin geschwächten Tieren zum einen durch mangelnde Hygiene im Stall, da die übergroßen Euter in der Nähe des verdreckten Bodens hängen.
Zum anderen wird die Euterentzündung häufig durch Verletzungen am Euter verursacht, die durch die exzessive Nutzung der Melkmaschinen entstehen. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass Forscher davon ausgehen, dass heute ein normales Glas Milch 1-7 Tropfen Eiter enthält. 
Als wäre das nicht alles schon genug, war mir jahrelang auch nicht bewusst, dass ich mit jedem Glas Milch, das ich getrunken habe, gleichzeitig auch die Kalbfleisch-Industrie unterstützt habe. Denn während die weiblichen Kälbchen für die Milchproduktion gezüchtet werden, werden ihre kleinen Brüder nach der Geburt in winzige Ställe gesperrt und dort bis zu 18 Wochen lang (häufig in Kettenhaltung) zur Produktion von Kalbfleisch gemästet. Die Boxen, in denen die Kälbchen ausharren müssen, sind so klein, dass sie sich nicht einmal umdrehen, geschweige denn sich hinlegen und ausstrecken können. Konzipiert, um jegliche Bewegung zu verhindern, erfüllt die Box ihren Zweck, die Muskeln des Kälbchens verkümmern zu lassen, um zartes, weißes „Feinschmecker-“ Kalbfleisch zu erzeugen.
Mit dem Wissen der oben geschilderten Punkte kommt es für mich nicht mehr in Frage, Milch oder Produkte aus Milch zu konsumieren. Und ein Verzicht darauf fällt mir auch überhaupt nicht schwer, vor allem auch, weil ich merke, wie viel besser es mir ohne Milchprodukte geht und weil es inzwischen auch sehr gute und leckere Alternativen gibt. Auf diese Alternativen werde ich in einem meiner nächsten Posts näher eingehen.
Zum Schluss kann ich nur allen ans Herz legen: Milch – besser nicht!
Das Video ist zwar auf Spanisch und ursprünglich aus einer Art südamerikanischen “Verstehen Sie Spass”-Folge entnommen, aber die Bilder sprechen schon so für sich. Ich gebe zu, ich musste auch lachen, weil es tatsächlich ziemlich lustig gemacht ist.
Allerdings sollte man sich gleichzeitig auch die Frage stellen, wieso die Leute so entsetzt sind.
Weiss denn keiner mehr, woher das Fleisch wirklich kommt??????
Da ja bekanntermaßen aller guten Dinge drei sind, musste ich auch unbedingt noch einen dritten Film über gesunde Ernährung sehen, nämlich „Forks over Knives“.
Frei übersetzt heißt das so viel wie „Gabeln über Messer“ – warum, dazu später mehr!
Wie bei den anderen beiden Filmen kommt hier erstmal der Trailer:
Gene Stone, der den Dokumentarfilm gedreht hat, stellt sich die Frage, wie es eigentlich dazu kommen konnte, dass obwohl Amerika eines der medizinisch weitestentwickelten Länder ist, die Amerikaner (sowie übrigens der überwiegende Teil der Menschen in den westlichen Industrieländern auch) kränker sind als jemals zuvor:
Zwei von drei Amerikanern sind übergewichtig und die Anzahl der Diabeteskranken steigt stetig an, vor allem unter der jüngeren Bevölkerung. Ungefähr die Hälfte aller Amerikaner nimmt regelmäßig mindestens ein verschreibungspflichtiges Medikament ein. Größere medizinische Eingriffe sind zum Normalfall geworden, was u.a. auch dazu führt, dass die Kosten im Gesundheitssystem auf astronomische Maße ansteigen. Herzerkrankungen, Krebs und Schlaganfall sind die drei Haupttodesgründe, und das, obwohl jedes Jahr Milliarden ausgegeben werden, um diese Krankheiten zu „bekämpfen“. Millionen von Menschen leiden darüber hinaus an anderen degenerativen Krankheiten. Gleichzeitig sucht Stone nach einer Antwort darauf, ob es nicht vielleicht doch eine ganz einfache Lösung für alle oben genannten Probleme gibt – eine Lösung, die nicht nur sehr verständlich, sondern auch einfach umzusetzen ist.
Über den Film hinweg spricht er mit vielen Gesundheitsexperten und Ernährungsmedizinern, allen voran T. Colin Campbell und Caldwell Esselstyn, die als Experten im Zentrum der Dokumentation stehen. T. Colin Campbell ist ja auch der Autor der China Study, über die ich bereits in diesem Blogbeitrag berichtet hatte. Caldwell Esselstyn ist ein renommierter Kardiologe an der Cleveland Clinic in Ohio, der im Bereich der Herzchirurgie für Furore sorgte, als er irgendwann feststellte, dass man Herzerkrankungen mit der richtigen Ernährung nicht nur vermeiden und stoppen kann, sondern in den meisten Fällen sogar wieder rückgängig machen.
Der Film ist eine interessante Mischung aus Interviews, alten Film-und Werbeausschnitten und Erfahrungsberichten von Menschen, die bereits von den Schulmedizinern aufgegeben worden waren, sich aber mit der pflanzlichen Kost geheilt haben. „Forks over Knives“ liefert auch eine Antwort auf die Frage, wieso diese einfach Lösung vor allem im Interesse der Pharma- und der Fleisch- und Milchindustrie unter Verschluss gehalten wurde.
Auch Gene Stone, der Dokumentarfilmer, der im Anfang noch ein wenig skeptisch war, ist spätestens mit seinem sich stetig verbessernden Befinden und der Bekanntgabe seiner exzellenten Blutwerte vollends überzeugt davon, dass eine vegane, möglichst naturbelassene Ernährung am gesündesten für den menschlichen Körper ist und vor den allermeisten Zivilisationskrankheiten schützt, ja sie teilweise sogar wieder rückgängig machen kann.
Rip Esselstyn, der Sohn von Caldwell Esselstyn, der inzwischen erfolgreich ein pflanzliches Ernährungsprogramm u.a. bei seinen Kollegen, den amerikanischen Feuerwehrmännern, etabliert hat, sagt an einer Stelle einen Satz, der mir aus der Seele spricht: „It´s so simple, it´s criminal“. Ich denke auch, dass es in gewisser Weise kriminell ist, dass diese simple Wahrheit in der Vergangenheit nicht weiterverbreitet und von den diversen Industrien unterdrückt wurde bzw. heute noch unterdrückt wird.
Nun noch mal kurz zurück zum Anfang dieses Beitrags. Warum heißt der Film jetzt wohl, frei übersetzt, „Gabeln über Messer?“
Ganz einfach: Fleisch muss geschnitten werden, Obst, Gemüse, Getreide, Nüsse und Sprossen können meist auch ohne den Einsatz von Messern, also nur mit Gabeln gegessen werden!
Der zweite Film, den ich mir in den letzten Wochen im Rahmen meines “Doku-Marathons” angeschaut habe, ist der Film „Vegucated“. Diesmal geht es dabei um drei fleisch- und käseliebende New Yorker, die sich im Rahmen der Dokumentation bereiterklärt haben, für sechs Wochen eine vegane Ernährung zu übernehmen.
Hier kommt erstmal der Trailer zum Film:
Die Hauptpersonen sind einmal Single Brian, der Schinkenliebhaber, der die meiste Zeit auswärts essen geht und fast nie selber kocht. Dann ist da Ellen, die alleinerziehende Mutter von zwei halbwüchsigen Kindern, die lieber ihrem Hobby, der Standup-Comedy, frönt, als zu kochen. Und dann schließlich Tesla, die Studentin, die kein wirklicher Gemüsefan ist, vor allem auch deshalb, weil sie aus einer honduranischen Familie kommt, wo es normal ist, bei jeder Mahlzeit Fleisch zu essen.
Diese drei haben mit Beginn des Experimentes keine Ahnung, was wirklich hinter den Steaks und den anderen tierischen Produkten auf ihrem Teller und in ihrem Essen steckt. Vielmehr lassen sich Brian, Ellen und Tesla nur auf das Ganze ein, weil sie sich einen schnellen Gewichtsverlust und eine verbesserte Gesundheit versprechen.
Über die sechs Wochen des Experimentes hinweg beginnen alle jedoch immer mehr zu merken, dass hinter dem, was sie bis dato auf ihren Tellern hatten, eine ganz andere Welt steckt, als es von der Fleisch, Käse- und Eierindustrie dargestellt wird und vor allem, dass die Wahl ihres Essens nicht nur Einfluss auf ihr eigene Gesundheit hat, sondern auch auf das Schicksal der Tiere und das unserer Natur und Umwelt.
Der Film ist meiner Ansicht sehr gut gemacht, zumal die Filmproduzentin Marisa Miller, die die drei über den ganzen Film hinweg begleitet und ihnen auch eine Menge Tipps bei der Ernährungsumstellung gibt, an keiner Stelle missionarisch daherkommt.
Von daher eignet sich der Film vor allem auch für Menschen, die sich vorher noch nicht so viele Gedanken zu dem Thema gemacht haben und mit den Hauptargumenten für eine vegane Ernährung noch gar nicht vertraut sind. Das liegt vor allem aber auch daran, dass Brian, Ellen und Tesla zu Beginn ganz “normale Allesesser” sind und damit sehr repräsentativ sind für den größten Bevölkerungsanteil in den westlichen Industrienationen. Oder anders gesagt: eigentlich jeder, der den Film sieht, kann sich mit den Dreien identifizieren, genauso wie mit ihrer Skepsis, ihrer Angst vor dem Unbekannten und am Ende auch mit ihrem anfänglichen Unwissen, das umso deutlicher wird, je mehr sie über die Mißstände aufgeklärt werden. Daher glaube ich auch, dass der Film so erfolgreich ist: “Vegucated” wurde inzwischen bereits zwei mal in Berlin im Veganz gezeigt. Einen schönen Bericht dazu gibt es hier von Franziska von VeggieLove.
Es wäre sehr schön, wenn noch viel mehr Menschen diesen Film sehen würden, da er nach meiner Sicht auf eine sehr angenehme und völlig unmissionarische Weise über die vielen, vielen Vorteile einer veganen Ernährung aufklärt.
Von daher würde ich gerne eine öffentlich Vorstellung in Köln organisieren. Wenn Ihr einen Vorschlag für einen geeigneten Raum oder Rahmen habt, in dem man “Vegucated” zeigen kann, lasst es mich bitte wissen!
In den letzten Wochen bin ich der totale Dokumentarfilm-Junkie geworden, denn ich habe in kurzen Abständen nicht weniger als drei Dokus zum Thema gesunde Ernährung geschaut.
Da ich Euch keinen der drei Filme vorenthalten will, dachte ich mir, dass ich über jeden einzelnen, zusammen mit dem Trailer, einen kurzen „Abriss“ schreibe, um Euch auf den Geschmack zu bringen. Geschmack ist hierbei wörtlich zu nehmen, denn in allen drei Filmen geht es tatsächlich um unser allerliebstes Hobby, das Essen.
Damit es nicht zu viel Inhalt auf einmal für Euch ist, werde ich über die beiden anderen Filme erst in meinen Posts morgen und übermorgen berichten.
Der erste Dokumentarfilm, über den ich berichten möchte, ist der Film „Fat, Sick and Nearly Dead“. Die Hauptperson in diesem Film ist der Australier Joe Cross, der sich mit seinen 42 Jahren alles andere als gesund fühlt: er hat 100 Pfund (ca. 45 kg) Übergewicht und muss regelmäßig Steroide gegen seine Autoimmunkrankheit nehmen, bei der er immer wieder unschöne und vor allem unangenehme Quaddeln und Pusteln am ganzen Körper kommt. Da ihm die Schulmedizin und auch andere alternative Therapien keine langfristige Abhilfe schaffen können, sieht er seine letzte Hoffnung darin, seinen Körper einfach Zeit und vor allem einen Überfluss an Nährstoffen zu geben, um sich selbst zu heilen: er will 60 Tage lang mit frischgepressten Obst- und Gemüsesäften fasten. Mit einem Entsafter und einem Generator im Gepäck macht er sich mit dem Auto auf den Weg vom Osten in den Westen der USA, immer mit dem Ziel vor Augen, von seinen Tabletten loszukommen und einen ausgewogenen Lebensstil zu finden.
Hier kommt als Vorgeschmack schonmal der Trailer des Films:
Über die 3.000 Meilen hinweg trifft Joe Hunderte von Amerikanern, mit denen er über ihre Ernährung, ihre Gesundheit und ihre geplante Lebensdauer spricht. An einem Truckstop in Arizona schließlich stößt er auf Phil, einen LKW-Fahrer Ende 30, der an derselben seltenen Autoimmunkrankheit wie Joe leidet. Joe ist allerdings mit seinen 430 Pfund (knapp 200 Kilogramm) bereits krankhaft fettsüchtig und sehr stark herzinfarktgefährdet.
Während Joe nach und nach seine Gesundheit wiedererlangt, macht auch Phil sich auf einen beeindruckenden Weg, wieder gesund zu werden.
So viel soll vorher verraten sein: was dabei herauskommt, ist nichts weniger als unglaublich!
Insgesamt bin ich von diesem Film sehr begeistert gewesen: zum Einen, weil er aufzeigt, dass wirklich jeder seine Gesundheit selbst in die Hand nehmen kann, wenn er nur will. Zum Anderen, weil hier wieder einmal deutlich wird, dass unser Essen und unsere Ernährung auf der einen Seite sehr zerstörerisch aber auf der anderen Seite, gesetzt der Fall ist es die richtige Ernährung, wiederum auch heilend wirken können.
Joe Cross hat mit seinem Film eine richtige „Saft-Revolution“ ausgelöst, denn er hat sehr viele Menschen mit seiner Geschichte und der von Phil inspiriert. Auf seiner Homepage berichten viele Menschen, wie das regelmäßige Trinken von frischgespressten Obst- und Gemüsesäften ihre Gesundheit und damit auch ihr Leben verändert hat.
Obwohl ich tagsüber bereits relativ viel rohes Obst und Gemüse in Form von Obststalaten und grünen Salaten esse, habe ich mir auch vorgenommen, regelmäßiger Obst-, vor allem aber grüne Gemüsesäfte zu trinken. Denn frischgepresste Gemüsesäfte stellen dem Körper eine wahre Fülle an Nährstoffen zur Verfügung, die man in dieser Menge mit unverarbeiteten Obst- und Gemüse gar nicht zu sich nehmen könnte.
In diesem Sinne: Fröhliches Entsaften!!